Das kleine Angerdorf Buchholz wurde erstmals urkundlich erwähnt. In
diesem Jahr belehnten die Markgrafen Johann I. und Otto III. das
Kloster Lehnin mit Schönerlinde, "...das an Buckholtz..."
grenzte. Der Name des hier zum ersten Mal genannten Dorfes geht auf
eine mittelniederdeutsche Grundform Buckholtz (Ansiedlung im oder am
Buchenwald) zurück, zu Buck "Buche" oder Holtz
"Wald".
Anno 1250
Kossäten errichteten mit Hilfe von Zisterziensermönchen eine
Kirche aus bearbeiteten Feldsteinen.
Anno 1348
Viele Einwohner des Dorfes starben an der Pest. Zahlreiche Höfe
waren plötzlich ohne Bewohner.
Anno 1375
In dem Angerdorf befanden sich acht der 52 Hufen (Hufe oder
Hube, althochdeutsch huoba - ein Ackerland, welches zur Ernährung
einer Familie ausreicht und mit einem Pferdegespann bestellt werden
konnte. Die Größe schwankte je nach Güte des Bodens, in Buchholz
zwischen 25 und 30 Morgen) im Besitz der von Bredow; weitere Rechte
besaßen die von Repgow und im 15. Jahrhundert die von Thamme als
auch die von von Röbel.
Anno 1500
Ein neuer hölzerner Kirchturm mit zwei Glocken wurde errichtet.
Anno 1624
Das Dorf hatte 15 Hüfner (Bauern), 19 Kossäten, einen Hirten,
einen Laufschmied und einen Hirtenknecht.
Anno 1627
Der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1848) machte auch vor dem
Dorf Buchholz nicht Halt. Die Truppen Wallensteins (genannt nach dem
Feldherren Wallenstein, eigentlich: Albrecht, Wenzel Eusebius von
Waldstein) rückten in Buchholz ein, zündeten Häuser an, plünderten
die Höfe; Not und Elend herrschten im Dorf. Die Pest, der
"Schwarze Tod", wurde nach Buchholz eingeschleppt. Viele
Einwohner des Dorfes starben. Immer wieder zogen Söldner durch
Buchholz. Mal waren es die "Wallensteiner", mal waren es
"Schweden". Immer mehr Höfe brannten nieder. Teuerungen,
Hungersnot und Seuchen folgten.
Anno 1652
Nach dem Dreißigjährigen Krieg lagen sieben von 15 Höfen und
neun von 19 Kossäten - Anwesen wüst und leer. Ähnlich war die
Situation auch an anderen Orten der Mark Brandenburg.
Anno 1670
Der Besitz der Liegenschaft Buchholz fiel an den Kurfürsten
Friedrich Wilhelm. Damit wurden die Buchholzer "kurfürstlich"
und später in Vereinigung mit Mühlenbeck königliche Domäne, die
vom Amt Mühlenhof verwaltet wurde.
Anno 1685
"Edikt von Potsdam"; aus französischen Adligen und
Geistlichen, die sich schon in Berlin sowie im Weichbild Berlins
angesiedelt hatten, berief der Kurfürst "Commissaires"
und beauftragte sie, ihre Landsleute in Empfang zu nehmen und
sesshaft zu machen. Auch ist überliefert, er selber habe anfangs
jede neu in Berlin eintreffende Gruppe von "Rèfugiès"
(Hugenotten) willkommen geheißen und sich über ihre Erlebnisse
berichten lassen. Für die "Französische Colonie", so der
Sammelbegriff für die französischen Niederlassungen, setzte der
Kurfürst eine staatliche Zuwendung in Höhe von jährlich 40 000
Talern aus. Mit der Durchführung des "Edikts von Potsdam"
beauftragte er seinen Staatsminister Marschall Joachim Ernst von Grumbkow, seit 1680 (1684) Besitzer des "petit palais" im
Nachbardorf Niederschönhausen.
Anno 1687
In Buchholz ließen sich zunächst sechs Gärtner- und zehn Kossätenfamilien
nieder, denen in den nächsten Jahren weitere folgten. Sie übernahmen
die verfallenen Höfe und verwilderten, teils bewaldeten Äcker, die
seit dem Dreißigjährigen Krieg ungenutzt lagen und erhielten
Baumaterialien für Häuser, Nebenanlagen sowie genug Geld, um zwei
Pferde, eine Kuh und das nötige Ackergerät zu beschaffen. Die
"Rèfugiès" in Buchholz
machten die Äcker des Dorfes wieder urbar und betrieben vornehmlich
Gemüsebau.
Anno 1688
In diesem Jahr wurde die französischen Kolonie Buchholz
erstmalig erwähnt. Die "Rèfugiès"
von Buchholz und Malchow erklärten, dass sie zu den ihnen
angewiesenen Ländereien Häuser gebaut hätten und nun, da sie
inzwischen zehn Familien zählten, auch einen Prediger benötigten.
Pierre Vieu wurde ihnen zugewiesen. Dessen erste Amtshandlung war
eine Taufe, die am 22. Juni 1688 stattfand.
Anno 1689
Buchholz erhielt seine erste
Schule.
Es handelte sich um eine Einklassen - Schule, welche von einem
Kantor geleitet wurde. Die Schule befand sich auf dem Bauerngehöft
der Hugenottenfamilie Guyot (heute Hauptstrasse 15).
Anno 1691
Die französisch - reformierte Gemeinde baute in der heutigen
Hauptstraße 13 ein Pfarrhaus. Die Buchholzer "Rèfugiès"
hatten sich zu einer Kolonie mit relativ selbständigem Eigenleben
zusammengeschlossen. Eine gut organisierte Armenfürsorge, die
sich ausschließlich aus Spenden und Kollekten finanzierte, gehörte
selbstverständlich dazu.
Anno 1699
Die Kolonieliste der Hugenotten führte 20 Familien mit 86
Personen auf. Die Liste von 1700 nennt nur 17 Familien mit 69
Personen und den folgenden Namen: Arnoux, Aubert, de Balicourt, Cuni,
Chantiè, Favier, Formey, Guyot, Henrion, Janson, Matthieu, Maunouri,
Mazet, Noè, Petit, Rupert, Tiriot. Sie kamen aus der Champagne, aus
Brie, Metz, der Normandie, Sedan, der Dauphinè und dem Languedoc.
Die Kolonielisten enthielten neben den Namen die Heimatorte sowie
die Zahl der mitgebrachten "Domestiken", aber keine
Berufe. Vermutlich waren die meisten von ihnen Gärtner und Bauern.
Für das Jahr 1729 wurden sechs französische Bauern und zehn französische
Kossäten genannt.
Mit der Ansiedlung der "Rèfugiès"
kam es in Buchholz zum Anbau zahlreicher neuer Feldfrüchte wie
Tabak, Spargel, Blumenkohl, Kopfsalat, Aubergine, Artischocken,
Bohnen, Erbsen und vielen bisher unbekannten Kräutern. Des weiteren
war ihr Einfluss in der Nahrungswelt und auf dem Gebiet der
Sprachentwicklung sehr groß. Sie brachten Milchbrötchen, Weißbrot
und Würstchen nach Preußen. Begriffe wie Boulette, Püree,
Kompott, Filet, Frikassee, Omelett, Ragdût, Muckefuck (mocca faux)
und Roulade gingen so durch die "Rèfugiès"
in den Sprachschatz der Buchholzer ein.
Das Dorf wurde so eine Attraktion und erregte viel Aufsehen. Diese
Produkte wurden auf den Berliner Märkten zum Kauf angeboten. Die
Kunden bekamen so großes Interesse an dem Dorf mit deutschen und
französischen Einwohnern. Zunächst kamen die französischen
Landsleute aus Berlin mit Kutschen, Kremsern oder einfachen Wagen
und machten Französisch Buchholz zu einem Ausflugsort. Später
gesellten sich die deutschen Berliner dazu. Die Ausflügler
promenierten durch das Dorf, versorgten sich mit
landwirtschaftlichen Produkten, bewunderten die inzwischen für
adlige Leute an der östlichen Seite der Dorfstrasse erbauten Landhäuser
und spazierten auch gerne durch den an das Dorf grenzenden Eichen-
und Buchenwald. Sie lustwandelten durch die abwechslungsreiche
Feldmark und stiegen auf den acht Meter höher liegenden Hügel am Rosenthaler Weg. Im französischen Cafè am Dorfanger stärkten die
Besucher sich mit leckeren Konditorwaren und heißem Kaffee. Dei
Herren tranken gern ein Glas französischen Wein oder eine Berliner
Weiße. Der Dorfkrug war für seine märkische Küche bekannt. In
großen Zahlen kamen die Besucher zu den jährlichen Erntefesten.
Anno 1734
Buchholz hatte 213 Einwohner, jeder dritte war ein Hugenotte.
Anno 1750
Der Name "Französisch Buchholz" bürgerte sich ein.
Im Dorf lebten ein Lehnschulze, 14 Bauern (acht deutsche, sechs
französische), 18 Kossäten (sieben deutsche, elf französische),
ein Krugbesitzer, ein Besitzer des französischen Kaffeehauses, ein
Schmied, ein Radmacher (Stellmacher), ein Kuhhirte, ein
Schweinehirte, ein Nachtwächter (im Winter) und sieben Häusler.
Anno 1775
Das Dorf "Französisch Buchholz" war für die
Berliner Kolonie ein beliebter Ausflugsort und Anziehungspunkt
geworden, zumal es zahlreiche familiäre Beziehungen gab und der
kleine Ort selbst eine stattliche französische Kolonie besaß. Im
Sommer des Jahres 1775 hatte der Maler, Radierer und Zeichner Daniel
Chodowiecki seiner Familie einen Ausflug vor die Tore der Stadt
Berlin versprochen, der jedoch wegen starkem Regen und dem
Ausbleiben des Wagens vereitelt wurde. Um die Seinen zu trösten,
verewigte Chodowiecki die gescheiterte Landpartie für das
Familienalbum und nannte sie "Wallfahrt nach Frantzösch
Buchholz". Auf dieser Radierung, die eine seiner humorvollsten
Arbeiten ist, wird folgendes Szenario entworfen: Der Zug wird angeführt
von der Tochter Suzette, die später den Prediger Henry heiratete
und eine bekannte Malerin wurde. Sie trägt eine Heugabel, an der fünf
Würste sowie eine große Brezel hängen, und einen Korb mit
Brotleiben über dem Arm. Vorn auf dem Esel sitzt der Sohn Wilhelm,
wie sein Vater Kupferstecher. In zwei Waschkörben hocken die beiden
Kleinsten, Heinrich und Henriette, während Daniel, ein Neffe des Künstlers,
auf dem Hinterteil des überladenen Tieres balanciert. Es folgen die
Schwester Nanette mit einem Topfkuchen und die älteste Tochter,
ebenfalls Nanette, mit einem Korb voller Flaschen. Der hinter der
Gruppe herschreitende Mann mit der Violine ist ein Freund des
Hauses, der Goldsticker Kolbe.
Das Ziel dieses Ausflugs, das Dorf "Französisch Buchholz", war nicht zufällig ausgewählt worden. Seit der
Heirat mit Demoiselle Jeanne Barez, die aus Buchholz stammte, stand
er den Buchholzer Rèfugiès nahe.
Anno 1788
Am 27. September landete zwischen Buch und Karow der in Berlin
aufgestiegene Ballon mit dem Ballonfahrer Francois Blanchard (1753 -
1809). Er überflog auch das Dorf Pankow und die Gemarkung Buchholz.
Anno 1806
Franzosen kamen ins Dorf, diesmal jedoch als Eroberer. Der
Pfarrer der französisch - reformierten Gemeinde Chazelon und
etwa einhundert Einwohner flohen vor den plündernden französischen
Truppen in Richtung Berlin. Die feindlichen französischen Truppen
raubten der Kirche Werte in Höhe von 500 Talern. Im September 1807
war ein Kriegssekretär der napoleonischen Besatzung beispielsweise
im Hause des Bauern Jean Daniel Guyot einquartiert.
Harte Quartierslasten, die Pflicht des Vorspannens und vor allem die
Kontributionen, brachten 1807 und 1808 viele an den
"Bettelstab", wie der Pfarrer notierte.
Anno 1830
Die Hauptstraße, gesäumt von alten gepflegten Obstbäumen,
wurde neu gepflastert. Damit stieg die Anziehungskraft des Ortes für
die Landpartien der Berliner. Ein Anziehungspunkt für die Besucher
waren die Bockwindmühlen im Dorf. Im Jahr 1830 nahm die Mühle auf
dem Mühlenberg, nahe dem Friedhof den Mahlbetrieb auf. Die Krügersche
Mühle an der Pasewalker/Ecke Eweststraße routierte von 1850 -
1920. 1955 wurde diese dann abgerissen.
Anno 1860
Der erste
Pferde - Omnibus
fuhr von "Französisch Buchholz" nach "Berlin - Alexanderplatz". Das Dorf mit dem französischen Flair zählte
zu diesem Zeitpunkt 90 Wohnhäuser, 121 Wirtschaftsgebäude, zwei
Windmühlen und drei Restaurants.
Anno 1875
Buchholz hat seinen ersten Schützenverein. Auf dem Schützenplatz
wurde wöchentlich geübt. Stolz präsentierten sich bei den Schützenfesten
die Mitglieder mit Uniform, Schützenkette und ihren Abzeichen auf
dem Platz und zum abendlichen Ball am Schützenhaus. Die Schützenfeste
und -bälle zogen viele Berliner und Besucher aus den Nachbardörfern
an.
Anno 1882
Nun folgte auch die Gründung eines recht großen Männerturnvereins,
der mehrere Jahre später durch eine Damenabteilung erweitert wurde.
Anno 1890
Der Tierarzt Dr. Carl Fischer eröffnete in der Schönhauser
Straße 62 ein Pferdesanatorium, in dem bis zu 100 Pferde behandelt
werden konnten. Das sich anschließende Gelände seines
Schwiegervaters Kerkow, ein Gelände längs der Marienstraße,
diente als Pferde- und Erholungskoppel, auf der bis zu 40 Pferde
Auslauf fanden. Der moorhaltige Wiesenboden soll Heilkraft für die
kranken Hufe der "Pferdepatienten" besessen haben.
An manchen Wochenenden führten Stallknechte zur Freude der Besucher
kleine Dressuren mit bereits geheilten Tieren durch, die mit Spenden
belohnt wurden. So wurde dieser Ort gleichermaßen ein
Anziehungspunkt für Berliner Ausflügler und Einheimische.
Theaterbegeisterte schlossen sich zu einem Theaterverein zusammen.
Anno 1891
Die Apotheke in der heutigen Hauptstraße 14
wurde eröffnet. Die Vereinslandschaft wurde um einen Verschönerungsverein
reicher.
Anno 1897
Auf Anraten des
Amtsvorstehers Schultze wurde ein Männergesangsverein ins Leben
gerufen, dazu kamen Schul- und Kirchenchor. Weiterhin gab es ein
Schulorchester, im Männerturnverein eine Musikabteilung und eine
Musikvereinigung.
Anno 1900
In "Französisch Buchholz" lebten 3.157 Personen in
201 Häusern. 1914 waren es bereits 5.446 Einwohner. Eine Straßenbeleuchtung
erhielt das Dorf schon 1900. Seit 1904 gab es im Ort Elektrizität,
der Anschluss an das Gasnetz erfolgte aber erst 1908 und die
Anbindung an die Wasserleitung und Kanalisation geschah sogar erst
ab 1914. Auf Vorschlag vom Schöffen August Steeger, legten am 1.
Mai 100 Bürger den Grundstein für eine freiwillige "Buchholzer
Feuerwehr", die sodann am 2. November im Buchholzer Schützenhaus
gegründet wurde.
Anno 1910
Mit der Amtsübernahme des Pfarrers Albert Hurtienne, wurden das
evangelisch - lutherische mit dem französisch - reformierten
Pfarramt vereinigt.
Anno 1911
Der 1. Fußballklub mit der Bezeichnung "FC Buchholz"
wurde von ca. 50 Buchholzern gegründet.
Anno 1913
Der Ort "Französisch Buchholz" wurde umbenannt in
"Berlin - Buchholz", bis er 1920 aus dem Kreis Nieder -
Barnim ausgegliedert und dem Berliner Verwaltungsbezirk Pankow
zugeordnet wurde.
Anno 1917
In "Berlin - Buchholz" wurden auf ehemaligen
Rieselland die ersten Laubenkolonien angelegt. Die Nutzer kamen aus
verschiedenen Stadtbezirken Berlins.
Anno 1918
Nach dem Ersten Weltkrieg (1914 - 1918) wurde im
Gesellschaftshaus Kähne, an der Berliner Straße gelegen, mit
Filmvorführungen begonnen. Mehrmals in der Woche strömten die
Buchholzer in das Kino. Der Filmpalast Buchholz entstand um 1926 in
einem ehemaligen Tanzsaal der Rosenthaler/Ecke Pasewalker Straße
und war etwa 40 Jahre ein beliebter Ort der Freizeitgestaltung.
Weitere Vereine wurden gegründet. So bekamen die Buchholzer einen
Krieger-, Reiter-, Grundbesitzer- und Gemüsezüchterverein dazu.
Jungfrauen und Jungmännerverein sowie eine Frauenhilfe sind 1931 in
Buchholz genannt worden.
Anno 1932
In Buchholz gab es zahlreiche Vereine und Vereinigungen. Von den
10.000 Einwohnern, die der Ortsteil Buchholz hatte, waren 1.300 in
Vereinen organisiert (z. B.: Turnverein, Fußballclub, Männergesangsvereine,
Verein der Gemüsezüchter, Musikvereinigung, Kirchen- sowie
Schulchor, Theater-, Jungfrauen-, Jungmänner-, und Kriegerverein,
Ortsgruppe des Stahlhelms, Frauenhilfe, Grundbesitzerverein und
Freiwillige Feuerwehr).
Anno 1939 - 1945
Der Zweite Weltkrieg brach über Buchholz herein. Die Männer
erhielten Einberufungen, Fahrzeuge und Pferde mussten für den
Kriegseinsatz abgeliefert werden. 1943 erfolgte die Evakuierung von
Kindern und Frauen in weniger von Bomben bedrohte Ortschaften.
Am 22. November 1943 ereilte der erste größere Bombenangriff
Buchholz. Lauben brannten ab, Wohnhäuser wurden zerstört und die
Oberleitung der Straßenbahn wurde getroffen. Dieser und weitere
Angriffe forderten insgesamt 23 Todesopfer.
Am Nachmittag des 21. April 1945 wurde Buchholz von der
"Sowjetischen Armee" eingenommen.
Anno 1950
In Buchholz, einem Ortsteil von Berlin - Pankow, lebten 12.223
Einwohner.
Anno 1955
Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) mit dem
Namen "Pionier" wurde gegründet. 1960 erfolgte die Gründung
der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG)
"Kleeblatt". Im Jahr darauf entstand die GPG
"Berliner Norden".
Anno 1958
Filmaufnahmen mit Heinz Rühmann für den Film der "Der
Eiserne Gustav", fanden in Buchholz statt.
Anno 1980 - 1982
In Buchholz wurden zahlreiche neue Gärten und
Kleingartenanlagen geschaffen.
Anno 1990
Im Vorfeld der 750 Jahr Feier in Buchholz entstand eine 1,80
m hohe Plastik aus Sandstein von dem Bildhauer Ulrich Jörke, die im
Jubiläumsjahr 1992 auf dem Kirchenvorplatz aufgestellt wurde.
Die Buchholzer Betriebe begannen, sich auf die marktwirtschaftlichen
Bedingungen einzustellen. Zahlreiche neue Firmen entstanden
vorrangig in Bereichen des Handels und des Service.
Anno 1992
Buchholzer Bauernland wurde in Bauland umgewandelt Der neue
Stadtteil Buchholz - West entstand mit 2.720 Wohnungen, wobei 180
weitere bis 1998 folgten.
Anno 1999
Der Ort erhielt am 30. Mai nach dem Willen seiner Bürgerinnen
und Bürger den historischen Namen "Französisch Buchholz"
zurück. Auf dem Pfarrer - Hurtienne - Platz erinnert eine
Bronzetafel an den Festakt.
Anno 2000
Französisch Buchholz geht online. Nun
können Informationen über den Ort weltweit im Internet
nachgelesen werden.
Die Straßenbahnlinienführung wird in das neue Wohngebiet
Buchholz (West) verlängert. Zum Buchholzer Frühling geht Französisch
Buchholz online.
Anno 2004
Der Dorfanger wird bebaut. Es siedeln sich Handelsketten mit Ihren
Filialen an und diese Form der Dorfverstümmelung nimmt in den
nachfolgenden Jahren ihren Lauf. Rund um den Ortskern eröffnen neben
einer Bekleidungskette fünf Lebensmittelketten ihren Filiale in Form
von Flachbauten.
Anno 2007
In der Freiwilligen Feuerwehrwache von Französisch Buchholz wurde
anlässlich des Buchholzer Frühlings am 1. Juni die Heimatstube mit
einer Modellansicht des ehemaligen Ortskernes und vielen Informationen
eröffnet.
Anno 2008
In der Mühlenstraße/Rosenthaler Weg siedelte sich eine weitere
Handelskette an und komplettieren die Zahl auf nunmehr acht. Der
eiserne Gustav öffnet nach umfangreichen Sanierungen innen wie außen
seine Türen mit neuen Angeboten.